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Helfer vor Ort (HvO)


Helfer vor Ort sollen die Zeit zwischen Eintreten des Notfalls und der ersten medizinischen Versorgung (sog. Therapiefreies Intervall) verkürzen. Je schneller qualifizierte Maßnahmen durchgeführt werden, desto günstiger ist der Heilungsablauf und umso kürzer ist im Durchschnitt die nachfolgend notwendige Behandlungszeit.

Man geht davon aus, dass mit jeder Minute, in der ein Kammerflimmern (eine häufige Form des Kreislaufstillstands) nicht mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung behandelt wird, die Chancen für eine erfolgreiche Genesung um zehn Prozent sinken. Nach bereits sechs bis acht Minuten fehlender Sauerstoffversorgung treten schwere irreversible Schäden am Hirn auf. Da jedoch allein das Absetzen des Notrufs und die Disponierung in der Rettungsleitstelle bereits zwei Minuten in Anspruch nimmt, und zuzüglich die Hilfsfrist bis zu zwölf Minuten oder unter Umständen auch mehr betragen kann, erreichen die Einsatzkräfte eines Rettungswagens möglicherweise erst 14 Minuten nach dem Eintritt eines Kammerflimmerns den Patienten um einen Defibrillator einzusetzen – bei einem Herzstillstand mit Kammerflimmern ist dies für eine Wiederbelebung kritisch. Je später eine Reanimation und der Einsatz eines Defibrillators erfolgen, desto größer ist die Gefahr, dass der Patient – sofern er überlebt – ein schwerer Pflegefall wird. (bis hierher Quelle: Wikipedia).

Das Helfer-vor-Ort-System wird bei uns hauptsächlich in Huchenfeld, Hohenwart und Würm angeboten. Im Stadtgebiet gibt es keinen Zeitvorteil duch die Helfer vor Ort, da hier auch der reguläre Rettungsdienst stationiert ist.

Fast und um die Uhr sind dabei unsere Helfer einsatzklar. Ihnen steht ein Mercedes GLK mit kompletter Notfallausstattung zur Verfügung. Dieser steht nicht im Gerätehaus, sondern parkt beim Diensthabenden zu Hause oder am Arbeitsplatz. Die Ortskenntnis und die kurzen Fahrtstrecken machen die Helfer vor Ort so wertvoll. Denn innerhalb weniger Minuten erreichen sie den Einsatzort. 

Den Dienst leisten unsere DRK Helfer ehrenamtlich sowie unentgeltlich und opfern dabei viel Freizeit. Jeder Helfer hat mindestens die Sanitätsausbildung, ein regelmäßiges Reanimationstraining sowie ein Praktikum beim Rettungsdienst absolviert. Zusätzlich müssen die Helfer vor Ort regelmäßig Fortbildungen in Theorie und Praxis besuchen. 

Entstanden ist das vielfach bewährte Konzept in den USA, so wurde auch der Begriff „First Responder“ in Deutschland übernommen. In unserem Landesteil hat sich dafür der Name „Helfer vor Ort", abgekürzt "HvO“ eingebürgert.

2001 wurden 30 Einsätze geleistet. Dies steigerte sich bis 2016 zu 328 Einsätzen, hauptsächlich in den Stadtteilen Huchenfeld, Hohenwart und Würm.

Sollten auch sie Interesse bekommen haben, bei uns mitzuwirken, melden sie sich bei unserem Bereitschaftsleiter für Huchenfeld, Andreas Brock.

Aber auch über eine finanzielle Unterstützung sind wir sehr dankbar. Gerade weil das Helfer-vor-Ort-System fast ausschließlich aus Spendengeldern betrieben und erhalten wird.

Sollten sie uns also mit einer Spende unterstützen wollen:

DRK-Bereitschaft Huchenfeld, Sparkasse Pforzheim, BLZ: 66650085, Konto: 836281; IBAN: DE84666500850000836281
Verwendungszweck: Helfer vor Ort