Jugendrotkreuz nimmt an Dillweißensteiner Fasnetsumzug teil
Pforzheim, am 27. Februar 2009
Erstmals in ihrer Geschichte nahm die Jugendrotkreuzgruppe des Ortsvereins Pforzheim e.V. am diesjährigen Fasnetsumzug in Dillweißenstein teil.
Dabei machte die Gruppe auf die aktuelle JRK Kampagne "Deine Stärken, Deine Zukunft ohne Druck" aufmerksam. Als Gespenster verkleidet, fuhren die Mitglieder der Gruppe, unterstützt von zwei Müttern und einem Helfer des Orstvereins Neuenbürg e.V., auf ihrem Motivwagen durch den Pforzheimer Ortsteil.
Dieser stellte eine rollende Geisterfabrik da, in der auf Kinder und Jugendlicher bedrückendes wie Gruppenzwang, falsche Schönheitsideale oder Perspektivlosigkeit zu Geistern verwertet werden. Diese wiederum machen dann Kindern wieder Angst. Für dieses Motto und der Umsetzung erhielt die Gruppe um Gesamtjugendleiterin Nicole Gaidetzka viel positiven Zuspruch aus Reihen der Zuschauer und anderer Umzugsteilnehmer.
Bis der Motivwagen jedoch losrollen konnte, mussten erst einmal die Schweißperlen rollen. Rund vier Tage dauerten die Vorbereitungen. Dabei wurden sowohl die Kostüme selber geschneidert, aus den Stoffresten dann noch kleine Geister als Wurfmaterial und der Wagenaufbau, welcher alleine schon die Hälfte der Zeit in Anspruch nahm, gefertigt. Die Detailarbeiten hierbei dauerten noch bis knapp eine Stunde vor Umzugsbeginn und bescherten Jan Gaidetzka, stv. Gruppenleiter in Pforzheim, bis zum Schluss noch Sorgenfalten. War er es doch auch der das Gesamtkonzept erstellt, dieses immer wieder verfeinert, den Wagen geplant und, unterstützt von einem Vater, der einen Sonntag dafür opferte, auch gebaut hatte.
Die Grippewelle tat ihr übriges um diese Falten zu vertiefen. Sie sorgte dafür, dass neben einigen Mitgliedern zwei dringend benötigte Wagenbegleiter ausgefallen waren und dadurch die Teilnahme als solches noch zu scheitern drohte. Rettung hier waren eine Mutter und ein Helfer des OV Neuenbürg e.V., welche noch kurzfristig als Ersatz einsprangen. Als dann endlich um 14.11 Uhr alle Teilnehmer in Ihren Kostümen auf dem Umzugswagen standen und Jan Gaidetzka den Motor starten und losrollen konnte, löste sich die Anspannung der letzten Wochen schlagartig. Und umso größer war dann auch die Freude über die Resonanz, sowohl seitens des Publikums, aber erst recht seitens der JRK Mitglieder. Diese hatten soviel Spaß, dass sie bereits mit massiven Protesten gedroht haben, sollte 2010 nicht eine Neuauflage folgen. So wird es dann wohl auch nächstes Jahr wieder für das Pforzheimer Jugendrotkreuz heißen: "Dillwei, Ho!".




